Neue Wege bei der Mitarbeitersuche

15.08.2018

Vorschau: Netzwerkanlass zum Thema «Mitarbeiter finden – Mitarbeiter binden»

Am Netzwerkanlass von Gewerbe Region Frick- Laufenburg (Geref) am 20. November zeigen kompetente Referenten auf, wie man heute gezielt und effizient Mitarbeiter sucht und dafür sorgt, dass diese der Firma möglichst lange treu bleiben. Ein Thema, welches ein grosses Publikum anspricht.

«Es brennt allen unter den Nägeln», äussert sich Franziska Bircher zur einstimmigen Themenwahl des Organisationskomitees für den diesjährigen Netzwerkanlass vom Geref. Denn auf dem Arbeitsmarkt ist die Rede von einer verkehrten Welt. Das heisst, die Unternehmen müssen sich vermehrt anpreisen, damit sie genügend Fachkräfte haben. Sie stehen bei der Mitarbeitersuche und deren Bindung an das Unternehmen vor grossen Herausforderungen. Für Franziska Bircher ist deshalb die Harmonie im Team ganz wichtig. Durch ihr Know how seien langjährige Mitarbeiter viel wert. «Aber es braucht auch frisches Blut», so die Geref-Präsidentin und Geschäftsführerin (Brogle AG Schreiner-Küchen). Gemäss Marc Jäger, Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisenbank Regio Frick hat seine Branche enorme Schwierigkeiten bei der Personalrekrutierung, speziell in der Sparte Beratung.

Das Thema «brennt allen unter den Nägeln», so Franziska Bircher (Mitte) vom OK Netzwerkanlass von Gewerbe Region Frick Laufenburg. Diesem gehören weiter an: Marc Jäger (von links), Esther Studer sowie Beat Kunz (von rechts) und Reto Waldmeier.
Das Thema «brennt allen unter den Nägeln», so Franziska Bircher (Mitte) vom OK Netzwerkanlass von Gewerbe Region Frick Laufenburg. Diesem gehören weiter an: Marc Jäger (von links), Esther Studer sowie Beat Kunz (von rechts) und Reto Waldmeier.

Ressourcen gezielt einsetzen

Sowohl Jäger als auch Mediatorin und Geschäftsführerin Esther Studer (Studer Anwälte und Notare) setzen daher vermehrt auf Plattformen, die jüngere Mitarbeiter nutzen. Statt eine Bewerbungsflut abzuarbeiten, werden die Ressourcen gezielt eingesetzt und persönliche Kontakte sowie Socialmedia genutzt. «Damit haben wir den grössten Erfolg», so die beiden.

«Wir fangen bereits bei den Lernenden an»

Gute Mitarbeiter finden ist das eine; diese an das Unternehmen zu binden das andere. Deshalb müsse man ihnen Perspektiven aufzeigen. Dazu gehört ihre fachliche Weiterentwicklung. Auch flexible Arbeitsmodelle und Teilzeitstellen machen den Arbeitgeber attraktiv. «Wir fangen bereits bei den Lernenden an, wie wir sie im Betrieb halten und weiterentwickeln können», so Esther Studer. Und Marc Jäger bringt es auf den Punkt: «Binden ist günstiger, als neue Mitarbeiter gewinnen. Man muss langfristige Beziehungen schaffen.» «Das war früher Usus» ergänzt Franziska Bircher schmunzelnd.

Mittlerweile besteht jedoch nicht nur auf das Geschäftsfeld bezogen eine Konkurrenz unter den Unternehmen, sondern auch in Sachen Personal. Also auch das Abwerben ist kein Tabu. Auf die Frage, ob es für Unternehmen in ländlichen Gegenden schwieriger sei, Mitarbeiter zu rekrutieren, sagt Reto Waldmeier (Leiter Marketing Raiffeisen Regio Frick): «Ja, die Jungen zieht es in unserer Branche eher in die Stadt.» Um dem entgegenzuwirken gilt es andere Vorteile zu schaffen, so Esther Studer.

«Die ländlichen Vorteile muss man hervorheben»

«Die ländlichen Vorteile muss man hervorheben», hält Beat Kunz (Leiter Daetwyler Re-Center Frick) fest. Die Unterschiede zwischen Stadt und Land «sind oft kleiner als man meint», sagt Marc Jäger. Dies bezieht sich auch auf den Lohn.

Und inwiefern spielt der Arbeitsweg eine Rolle? Das Re-Center Frick rekrutiert die Arbeitskräfte vorwiegend in der Region. Vor allem Teilzeitangestellten ist eine kurze Distanz vom Wohn- zum Arbeitsort wichtig. Gemäss Marc Jäger und Esther Studer ist man bei Kaderstellen in Sachen Teilzeitanstellung flexibler geworden. «Unter 60 Prozent wird es jedoch schwierig», sagt Esther Studer. Dies insbesondere damit die Erreichbarkeit gegenüber Kunden und Klienten gewährleistet sei. Dem Argument, dass es in Sachen Einsatzplanung mühsam sei, wenn man einige Teilzeitangestellte habe, entgegnet Esther Studer, dass man der Teilzeitarbeit aber auch Vorteile abgewinnen könne: «So muss man Stellvertretungen schaffen, was wiederum bei einem plötzlichen Ausfall eines Mitarbeitenden von Vorteil ist».

Team verjüngt

Der Netzwerkanlass vom Treffpunkt Gewerbe Region Frick- Laufenburg findet zum sechsten Mal statt. Das OK-Team wurde verjüngt. Neu dabei ist Esther Studer (für Rolf Böller). Weiter gehören dem Gremium Franziska Bircher, Beat Kunz, Marc Jäger und Reto Waldmeier an. Der Netzwerkanlass ist gemäss Franziska Bircher möglich durch die gute Partnerschaft zwischen Gewerbe Region Frick- Laufenburg und der Raiffeisenbank Regio Frick. Er wird neu von Eliane Stocker moderiert. Sie ist selbständige Moderatorin und war viele Jahre beim Radio tätig.

Impuls-Referate und Diskussion

Was KMUs für die erfolgreiche Mitarbeitersuche und Mitarbeiterbindung konkret tun können, zeigen Fachpersonen am traditionellen Netzwerkanlass am Dienstag, 20. November um 19 Uhr in Fricks Monti. Im ersten Referat bietet Cécile Zachlod, Dozentin in Digitalem Marketing an der Fachhochschule Nordwestschweiz, viele praktische Tipps, wie KMUs Social-Media-Kanäle wie Xing, Linkedin und Co. für ihre Zwecke wirkungsvoll einsetzen können. Im zweiten Referat zeigt Thomas Tanner, Inhaber der Tanner Leder GmbH und Berater beim Raiffeisen Unternehmerzentrum, auf was es ankommt, damit bestehende und zukünftige Mitarbeitende dem Unternehmen langfristig verbunden bleiben. In der anschliessenden Podiumsdiskussion diskutieren und vertiefen die Fachexperten, Landstatthalter Urs Hofmann und Vertreter von regionalen KMUs das Thema. Das Ziel des Netzwerkanlasses ist es, dass die Teilnehmer mit ganz praktischen Tipps, wie andere es machen, nach Hause gehen. Der Anlass wird neu von Eliane Stocker moderiert.

Anmeldung für den Netzwerkanlass vom 20. November bis am 7. September mittels Anmeldetalon oder www.raiffeisen.ch/regio-frick/geref

Text und Foto: Bernadette Zaniolo, Neue Fricktaler Zeitung

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